Fragen
Einwände nach Thema
Was Kritiker sagen und was die Kirche lehrt
Die Rezensionen von tuespetrus.de besprechen Bücher und Texte von Wolfgang Bühne, Rudolf Ebertshäuser und Roger Liebi. Hier stehen ihre Einwände nach Themen geordnet, jeder mit der Antwort in einem Satz. Ein Tippen führt zur ausführlichen Antwort mit allen Belegen.
Etwa 15 Minuten Lesezeit
Gemälde: Rembrandt, Museum Catharijneconvent, Utrecht, gemeinfrei · Rembrandt, Die Taufe des Kämmerers: „Verstehst du auch, was du liesest?“
Die Bibel und die Überlieferung
Viele Einwände beginnen bei der Bibel: wer sie zusammengestellt hat, ob Katholiken sie lesen dürfen und ob die Kirche sich über sie stellt. Die Antworten führen immer wieder zu denselben Konzilstexten.
Sola scriptura: steht in der Bibel, dass die Bibel allein genügt?
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Bühne · S. 15Die Kirchenväter hätten bis ins 5. Jahrhundert ausschließlich die Schrift als Autorität anerkannt
Die Kirche lehrt: Schrift und apostolische Überlieferung gehören zusammen; so argumentiert schon Irenäus um 180.
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Bühne · S. 17Papst- und Konzilsentscheidungen seien ebenso „vom Heiligen Geist eingegeben“ wie die Bibel
Die Kirche lehrt: Lehrentscheidungen sind verbindlich, aber nicht inspiriert wie die Schrift: „Das Lehramt steht also nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm“.
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Bühne · S. 25„Die Bibel enthält wohl Gottes Wort, ist aber nicht in allen Teilen Gottes Wort“
Die Kirche lehrt: „Die Heiligen Schriften enthalten das Wort Gottes, und weil inspiriert, sind sie wahrhaft Wort Gottes“.
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Bühne · S. 21 & 25Katholiken dürften nur kirchlich genehmigte Bibelübersetzungen „benutzen“
Die Kirche lehrt: Kirchlich genehmigt werden Bibelausgaben für Veröffentlichung und kirchlichen Gebrauch; zum häufigen Lesen der Schrift ruft die Kirche alle Gläubigen eindringlich auf.
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Bühne · S. 22Trient habe die „Apokryphen“ erst hinzugefügt, um katholische Lehren gegen die Reformatoren zu rechtfertigen
Die Kirche lehrt: Die Kirche zählt diese Bücher seit alters zur Schrift; sie stehen schon in Kanonlisten des 4. Jahrhunderts und beim Konzil von Florenz 1442.
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Ebertshäuser · Nr. 7Die Kirche habe „fast überall“ das Bibellesen in der Volkssprache verboten
Die Quellen zeigen: Vor Luthers Neuem Testament erschienen 18 gedruckte deutsche Bibeln, die erste 1466; heute ermahnt die Kirche „alle an Christus Glaubenden … besonders eindringlich“ zur häufigen Lesung der Schrift.
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Ebertshäuser · Nr. 20Die Kirche glaube nicht an die Irrtumslosigkeit der Bibel
Die Kirche lehrt: „Da also alles, was die inspirierten Verfasser … aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt zu gelten hat, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, daß sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren“.
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Liebi · Nr. 1Trient habe die Apokryphen „etwa 2000 Jahre zu spät“ zur Bibel erklärt
Die Quellen zeigen: Die Synode von Hippo zählte schon 393 Tobit, Judit, die Weisheit, Sirach und zwei Makkabäerbücher zur Schrift, Augustinus ebenso; Trient bestätigte 1546, was die Kirche seit über tausend Jahren las.
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Liebi · Nr. 2Kein Konzil habe je über den Kanon entschieden
Die Kirche lehrt: Auch nach katholischer Lehre hat kein Konzil die Bibel gemacht; die Kirche hat ihren Umfang erkannt: „Durch dieselbe Überlieferung wird der Kirche der vollständige Kanon der Heiligen Bücher bekannt“.
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Liebi · Nr. 3Die Kirche habe die Tradition über die Bibel gestellt
Die Kirche lehrt: „Das Lehramt ist nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm“; die Überlieferung, auf die sich die Kirche beruft, ist die der Apostel, die Paulus festzuhalten befiehlt.
Petrus und das Papstamt
Ob Petrus der Fels ist und ob es das Amt seiner Nachfolger schon in den ersten Jahrhunderten gab, entscheidet viel. Die Antworten lesen Mt 16 und die ältesten Bischofslisten.
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Bühne · S. 126Jeder Mensch, der sich nicht dem Papst unterwirft, gehe automatisch ewig verloren
Die Kirche lehrt: Nicht gerettet werden kann, wer die Kirche als notwendig erkannt hat und sich ihr dennoch verweigert; wer sie ohne eigene Schuld nicht kennt, ist davon ausdrücklich ausgenommen.
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Ebertshäuser · Nr. 3Die Päpste seien „Antichristen“
Die Schrift sagt: „Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet“: Antichrist ist nach der Schrift, wer leugnet, dass Jesus der Christus ist und ins Fleisch gekommen ist; genau das bekennen die Päpste.
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Liebi · Nr. 4Petrus könne „unmöglich“ der Fels sein
Die Schrift sagt: Jesus gibt Simon den Namen Kephas, aramäisch „Fels“, und die Apostel sind Grundlage der Kirche, deren Eckstein Christus ist; der Katechismus nennt Petrus „den unerschütterlichen Fels der Kirche“ auf dem Grund seines Glaubens.
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Liebi · Nr. 5Das Papsttum sei um 440 mit Leo I. entstanden
Die Quellen zeigen: Lange vor Leo nennt Ignatius um 110 die römische Kirche die, „die auch den Vorsitz führt“, und für Irenäus muss um 180 „jede Kirche“ mit ihr „übereinstimmen“.
Gnade, Glaube und Heilsgewissheit
Rettet der Glaube oder das Werk? Seit der Reformation ist das die schärfste Frage zwischen den Kirchen. Seit 1999 gibt es dazu eine gemeinsame Erklärung von Katholiken und Lutheranern.
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Bühne · S. 11„Allein auf die Gnade Gottes vertrauen“ sei katholischerseits Ketzerei
Die Kirche lehrt: „Allein aus Gnade im Glauben an die Heilstat Christi, nicht auf Grund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen“ – so bekennt es die katholische Kirche gemeinsam mit den Lutheranern.
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Bühne · S. 31–33Der gefallene Mensch könne sich „mit eigener Kraft“ retten oder Verdienste erwerben
Die Kirche lehrt: Ohne die Gnade Christi kann niemand gerechtfertigt werden, und auch die Mitwirkung des Menschen ist selbst eine Wirkung der Gnade.
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Ebertshäuser · Nr. 15Rom lehre eine Rettung durch Werke, „ein anderes Evangelium“ unter dem Fluch
Die Kirche lehrt: Trient lehrt, „daß nichts von dem, was der Rechtfertigung vorangeht, weder Glaube noch Werke, die Gnade der Rechtfertigung selber verdient“; „Allein aus Gnade … nicht auf Grund unseres Verdienstes“ bekennt die Kirche mit den Lutheranern.
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Ebertshäuser · Nr. 16Benedikts XVI. letzte Bitte zeige, dass er das Evangelium der Gnade verkannt habe
Die Schrift sagt: Wer bittet, Gott möge ihn „trotz all meiner Sünden“ aufnehmen, verlässt sich auf Gottes Erbarmen und nicht auf eigene Werke, wie der Zöllner im Tempel: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“
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Liebi · Nr. 11Katholiken könnten nie gewiss sein, gerettet zu werden
Die Kirche lehrt: Die Rechtfertigung wird in der Taufe geschenkt, ohne dass ein Werk sie verdient, und „der Glaubende“ darf „dessen gewiß sein, daß Gott sein Heil will“; abgelehnt wird nur die Vermessenheit.
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Liebi · Nr. 12Die Gemeinsame Erklärung von 1999 sei „eine totale Täuschung“ gewesen
Die Kirche lehrt: Die Erklärung sagt: „Allein aus Gnade im Glauben an die Heilstat Christi, nicht auf Grund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen“; die verbleibenden Unterschiede verschweigt sie nicht, sie erklärt, warum sie nicht mehr kirchentrennend sind.
Die Messe, das Priestertum und die Sakramente
Messopfer, Priester und Beichte stehen für viele Kritiker im Widerspruch zum einen Opfer Christi. Die Kirche sieht darin seine Gegenwart.
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Bühne · S. 10 & 78Das Messopfer bedeute, das Kreuzesopfer Jesu habe nicht ausgereicht
Die Kirche lehrt: Die Messe ist kein zweites Opfer neben dem Kreuz: Kreuzesopfer und Eucharistie sind „ein einziges Opfer“.
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Bühne · S. 86„Der Priester allein“ könne Sünden vergeben
Die Kirche lehrt: Nur Gott vergibt Sünden; der Priester ist dabei sein Diener und Werkzeug.
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Bühne · S. 101–102Das katholische Priestertum sei eine konkurrierende „Gnadenvermittlung“ neben Christus
Die Kirche lehrt: Die Weihe verleiht Gnade, aber nicht neben Christus: Durch den geweihten Diener handelt Christus selbst.
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Ebertshäuser · Nr. 17Die Priester opferten täglich einen „falschen Jesus“ in der Hostie
Die Kirche lehrt: „Denn es ist ein und dieselbe Opfergabe, derselbe jetzt durch den Dienst der Priester sich Opfernde, welcher damals sich selbst am Kreuze geopfert hat“: kein anderer Jesus und kein zweites Opfer neben Golgatha.
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Ebertshäuser · Nr. 18Die Sakramente stammten aus den Mysterienkulten, die Taufe sei ein „magischer Akt“
Die Kirche lehrt: „Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden“; wer dagegen den Sakramenten eine Wirkung „dem bloß äußerlichen Verrichten“ zuschreibt, verfällt nach dem Katechismus dem Aberglauben.
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Liebi · Nr. 9In der Messe werde „ein Brot als Gott angebetet“
Die Schrift sagt: Die Kirche betet nicht Brot an, sondern Christus, der vom Brot sagt: „Dies ist mein Leib“, und: „mein Fleisch ist wahrhaftig Speise“; so glaubten schon die ersten Christen.
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Liebi · Nr. 10Das Abendmahl sei nur ein Zeichen und kein Opfer
Die Kirche lehrt: Die Messe wiederholt das Opfer am Kreuz nicht, sie macht das eine Opfer gegenwärtig, das Christus „ein für allemal“ dargebracht hat; dazu gehört der Altar, von dem der Hebräerbrief spricht.
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Liebi · Nr. 6Laien und Priester zu unterscheiden widerspreche dem Neuen Testament
Die Kirche lehrt: Die Kirche lehrt das gemeinsame Priestertum aller Getauften und daneben das Amt, das die Apostel einsetzten und durch Handauflegung weitergaben.
Maria und die Heiligen
Kritiker sehen in der Verehrung Marias und der Heiligen eine Konkurrenz zu Christus. Die Kirche unterscheidet zwischen der Anbetung, die Gott allein gilt, und der Verehrung.
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Bühne · S. 137–138Maria werde „angebetet“, sei ein „Abgott“ und habe Jesus ersetzt
Die Kirche lehrt: Maria wird als Fürsprecherin angerufen, aber nicht angebetet; ihre Verehrung unterscheidet sich „wesentlich vom Kult der Anbetung“.
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Ebertshäuser · Nr. 9Heilige hätten die heidnischen Götter ersetzt, ihre Feste seien Götzenfeste
Die Quellen zeigen: Die ersten Heiligenfeste sind die Todestage der Märtyrer: Um 156 feiert die Gemeinde von Smyrna den „Geburtstag“ des Martyriums ihres Bischofs Polykarp und schreibt: „Christus beten wir an, weil er der Sohn Gottes ist. Die Blutzeugen aber lieben wir“.
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Liebi · Nr. 7Maria sei „eine Sünderin wie alle anderen Menschen“ gewesen
Die Kirche lehrt: Auch nach katholischer Lehre brauchte Maria einen Erlöser und preist „Gott, meinem Heilande“; sie wurde „im Hinblick auf die Verdienste ihres Sohnes auf erhabenere Weise erlöst“.
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Liebi · Nr. 8Maria und die Heiligen anzurufen sei Götzendienst
Die Schrift sagt: Wer andere um ihr Gebet bittet, betet sie nicht an: „das inbrünstige Gebet eines Gerechten vermag viel“, und vor Gott „leben alle“; Anbetung gebührt allein Gott, Maria und die Heiligen werden verehrt und um Fürbitte gebeten.
Fegefeuer und Ablass
Das Fegefeuer gilt vielen als Erfindung des Mittelalters, der Ablass als Geschäft. Das Gebet für die Verstorbenen ist aber viel älter als beides.
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Bühne · S. 22Nur die „Apokryphen“ lieferten Belege für Fegefeuer und Fürbitte der Heiligen
Die Kirche lehrt: Die Lehre vom Fegefeuer stützt sich auch auf das Neue Testament, etwa auf 1 Kor 3,15 und Mt 12,32.
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Bühne · S. 143–144Fegefeuer bedeute „keine Heilsgewissheit“
Die Kirche lehrt: Wer ins Fegefeuer kommt, ist seines Heils sicher, und kein Glaubender darf an Gottes Barmherzigkeit zweifeln.
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Ebertshäuser · Nr. 8Die Kirche habe das Fegefeuer erfunden und Ablässe gegen Geld verkauft
Die Quellen zeigen: Das Gebet für Verstorbene ist älter als die Kirche und seit dem 2. Jahrhundert christlich belegt, und den Handel mit Ablässen hat die Kirche selbst verboten: „aller schmachvolle Gewinn“ sei „gänzlich abzuschaffen“.
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Liebi · Nr. 13Das Fegefeuer sei „ein Betrug“
Die Kirche lehrt: Das Fegefeuer ist keine zweite Chance nach dem Tod, sondern die Läuterung derer, die „in der Gnade und Freundschaft Gottes“ sterben und „seines ewigen Heiles sicher“ sind; das Gebet für Verstorbene ist älter als die Kirche.
Babylon, Rom und die Geschichte
Für manche Kritiker ist die katholische Kirche die „Hure Babylon“ aus Offenbarung 17. Die Antworten fragen, was der Text selbst sagt, und verschweigen nicht, was in der Geschichte der Kirche zu Recht beklagt wird.
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Ebertshäuser · Nr. 1Die katholische Kirche sei die „Hure Babylon“ aus Offenbarung 17
Die Schrift sagt: Die Offenbarung deutet ihr Bild selbst: Die Frau „ist die große Stadt, die das Reich hat über die Könige auf Erden“, das heidnische Rom, das die Christen verfolgte; die Kirche erscheint dort als Braut des Lammes.
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Ebertshäuser · Nr. 2Katholische Bräuche stammten aus dem Götzendienst Babylons
Die Kirche lehrt: Götzendienst und Magie verurteilt die Kirche ausdrücklich; Weihrauch, geweihtes Wasser, Opfer und kostbare Priestergewänder aber hat Gott selbst im Alten Bund angeordnet.
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Ebertshäuser · Nr. 5Die Kirche des 2. Jahrhunderts sei aus Heidentum und Philosophie entstanden
Die Quellen zeigen: Die Christen des 2. Jahrhunderts starben lieber, als den Göttern zu opfern; ihre Eucharistie, ihre Taufe und ihre Ämter beschreiben sie mit den Worten der Apostel.
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Ebertshäuser · Nr. 6Seit Konstantin habe die Kirche „alle Andersdenkenden“ mit dem Schwert verfolgt
Die Quellen zeigen: Die Väter lehrten das Gegenteil, „Darum ist es auch nicht erlaubt, den Häretiker zu töten“ (Johannes Chrysostomus), und wo Christen später Gewalt übten, bekennt die Kirche das als Schuld.
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Ebertshäuser · Nr. 10Die Kirche beanspruche die Weltherrschaft und wolle das Reich Gottes auf Erden errichten
Die Kirche lehrt: Nach katholischer Lehre kommt das Reich Gottes „nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche“, sondern durch den Sieg Gottes am Ende, und die Kirche darf „in keiner Weise … mit der politischen Gemeinschaft verwechselt werden“.
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Ebertshäuser · Nr. 19Die Kirche halte nach „jesuitischer Moral“ jede Lüge für erlaubt
Die Kirche lehrt: „Der Zweck rechtfertigt die Mittel nicht“, und: „Es ist nie erlaubt, Böses zu tun, damit daraus etwas Gutes hervorgehe“.
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Liebi · Nr. 14Die „Hure Babylon“ sei die katholische Kirche
Die Schrift sagt: Die Offenbarung deutet die Frau selbst: „die große Stadt, welche das Königtum hat über die Könige der Erde“, die Stadt, die „trunken von dem Blute der Heiligen“ war; die Gemeinde in Rom heißt im Neuen Testament „die Miterwählte in Babylon“.
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Liebi · Nr. 15Rom habe eine halbe Million Waldenser getötet
Die Quellen zeigen: Die Verfolgung der Waldenser war schwere Schuld, die die Kirche bekennt und für die Papst Franziskus 2015 um Vergebung gebeten hat; eine Quelle für die Zahl nennt Liebi nicht, und in seinen eigenen Texten schwankt sie um 300 000.
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Liebi · Nr. 16Die Jesuiten seien gegründet worden, „um die Reformation zu zerstören“
Die Quellen zeigen: Ignatius von Loyola und seine Gefährten gelobten 1534 Armut, Keuschheit und Mission im Heiligen Land; Papst Paul III. bestätigte den Orden 1540, seine ersten Missionare gingen nach Indien und Japan.
Ökumene und andere Christen
Ist das Gespräch zwischen den Kirchen Verrat an der Wahrheit? Die Antworten zeigen, wie die katholische Kirche die Einheit der Christen versteht und was sie dabei nicht aufgibt.
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Ebertshäuser · Nr. 4Rom betreibe die Einheit aller Religionen und verleugne Joh 14,6
Die Kirche lehrt: Gerade „Nostra aetate“ zitiert Joh 14,6: Die Kirche „muß verkündigen Christus, der ist ‚der Weg, die Wahrheit und das Leben‘“, und sie weist die Meinung zurück, nach der „eine Religion gleich viel gilt wie die andere“.
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Ebertshäuser · Nr. 11Ökumene sei eine prinzipienlose Einheit auf Kosten der Wahrheit, eine Strategie Satans
Die Kirche lehrt: Katholische Ökumene verlangt das Gegenteil von Prinzipienlosigkeit: „Die gesamte Lehre muß klar vorgelegt werden. Nichts ist dem ökumenischen Geist so fern wie jener falsche Irenismus, durch den die Reinheit der katholischen Lehre Schaden leidet“.
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Ebertshäuser · Nr. 12Jesu Gebet „damit sie alle eins seien“ meine erst die kommende Welt
Die Schrift sagt: Jesus betet um die Einheit seiner Jünger, „auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt“; das ist ein Auftrag für die Zeit, in der die Welt noch zum Glauben kommen kann.
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Ebertshäuser · Nr. 13Katholische Christen seien „Ungläubige“ im Sinn von 2 Kor 6,14
Die Kirche lehrt: Mit den „Ungläubigen“ meint Paulus Heiden, die Götzen dienen; wer an Christus glaubt und getauft ist, ist nach katholischer Lehre „Christus eingegliedert“, und so urteilt die Kirche auch über evangelische Christen.
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Ebertshäuser · Nr. 14Rom wolle unter dem Deckmantel der Einheit die Verkündigung des Evangeliums verhindern
Die Kirche lehrt: Die Kirche verwirft nur „Zwang oder unehrenhafte oder ungehörige Überredung“; die Verkündigung selbst ist ihr Auftrag: „es kann keine wahre Evangelisierung geben ohne eindeutige Verkündigung, dass Jesus der Herr ist“.