Rezension „Das Wort der Wahrheit“

Rezension „Das Wort der Wahrheit“

Rudolf Ebertshäuser · Beiträge über die katholische Kirche · das-wort-der-wahrheit.de · 2011–2026

20 Aussagen aus 11 Beiträgen über die „Hure Babylon“, die Kirchengeschichte, die Ökumene und den Glauben der Kirche, geprüft an der Bibel, am Katechismus der Katholischen Kirche, an den Konzilien und an den Kirchenvätern. Dazu Zeugnisse der Kirchengeschichte und Buchempfehlungen.

Antippen zeigt die Quelle:

  • Originalzitat mit Datum und Link zum Beitrag
  • Bibel, Lutherbibel 1912
  • Katechismus
  • Konzils- und Papsttexte
  • Konzil von Trient (Denzinger)
  • Kirchenväter

Einführung

Worum es geht

Rudolf Ebertshäuser (Jahrgang 1953) hat zahlreiche Bücher geschrieben, die meisten in der Edition Nehemia, und veröffentlicht seit 2004 auf der Website „Das Wort der Wahrheit“ (das-wort-der-wahrheit.de) Beiträge seines ESRA-Schriftendienstes. Nach eigenen Angaben war er von 1995 bis 2003 als Redakteur an der Revision der Schlachterbibel 2000 beteiligt. Sein Hauptthema ist die Warnung vor „endzeitlichen Verführungen“: vor der Pfingst- und Charismatischen Bewegung, vor neuen evangelikalen Strömungen und vor der Ökumene.

Der katholischen Kirche widmet die Website eine eigene Rubrik mit dem Titel „Ökumene – von Rom nach Babylon“. Die These steckt schon im Namen: Die katholische Kirche sei die „Hure Babylon“ aus Offenbarung 17 und 18. Sie sei bereits im 2. Jahrhundert aus einer Vermischung von Christentum und Heidentum entstanden, ihre Päpste seien „Antichristen“, ihre Sakramente heidnische Magie, ihr Evangelium ein „anderes Evangelium“ unter dem Fluch. Die Ökumene sei eine „Strategie des Satans“, die alle Christen und am Ende alle Religionen unter die Führung Roms bringen solle. Diese Aussagen ziehen sich durch Beiträge von 2011 bis 2026; der jüngste hier besprochene erschien im Januar 2026.

Wie diese Rezension prüft

Die Rezension nimmt sich zwanzig Aussagen aus elf Beiträgen der Website vor, nach vier Themen geordnet: die „Hure Babylon“, die Kirchengeschichte, die Ökumene sowie Glaube und Lehre. Am Anfang jeder Aussage steht Ebertshäusers Satz im Wortlaut und darunter, in einem Satz, die Antwort: was die Kirche tatsächlich lehrt, was die Schrift sagt oder was die Quellen zeigen. Wer über einer Aussage auf ihre Nummer tippt, sieht die vollständigen Zitate mit Titel, Datum und Link zum Originalbeitrag; abgerufen wurden alle Beiträge am 4. Oktober 2026.

Die Antworten stützen sich auf die Bibel, den Katechismus der Katholischen Kirche, die Konzilien von Trient bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil und die Schriften der frühen Kirche. Die Bibelstellen erscheinen in der Vorschau nach der Lutherbibel von 1912. Ebertshäuser empfiehlt sie selbst als bewährte Übersetzung nach dem überlieferten griechischen Text, dem Textus Receptus; so kann jeder Leser die Stellen in einer Bibel nachprüfen, die er anerkennt.

Kritik an der katholischen Kirche ist legitim, und manches, was Ebertshäuser kritisiert, hat es wirklich gegeben: Gewalt gegen Andersgläubige, den Handel mit Ablässen, politische Machtansprüche mittelalterlicher Päpste. Wo er recht hat, sagt diese Rezension es ausdrücklich, und sie zeigt, wie die Kirche selbst über diese Verfehlungen urteilt. Die eigentliche Frage ist eine andere: ob die katholische Kirche ihrem Wesen nach eine heidnische, antichristliche Religion ist, wie er behauptet. Diese Deutung hält der Prüfung nicht stand. Auffällig ist, dass Ebertshäuser in den elf hier besprochenen Beiträgen kein einziges Mal den Katechismus oder ein Konzilsdekret im Wortlaut anführt. Was die Kirche selbst über ihren Glauben sagt, kommt bei ihm nicht vor. Diese Rezension holt es nach.

Die Aussagen im Überblick

Teil I · Die „Hure Babylon“

Für Ebertshäuser ist Offenbarung 17 der Schlüssel zu allem anderen: Wer die katholische Kirche als „Hure Babylon“ erkannt habe, verstehe auch die Ökumene richtig. In den vier Aussagen dieses Teils geht es darum, wie das Kapitel auszulegen ist, ob katholische Bräuche aus Babylon stammen, was von den Päpsten zu halten ist und was es mit der erwarteten „Welteinheitskirche“ auf sich hat.

Die katholische Kirche sei die „Hure Babylon“ aus Offenbarung 17

Ebertshäuser schreibt„Die katholische Kirche seit Konstantin ist im Licht von Offenbarung 17 der Anfang und der Kern der Hure Babylon.“

Die Schrift sagtDie Offenbarung deutet ihr Bild selbst: Die Frau „ist die große Stadt, die das Reich hat über die Könige auf Erden“ (), das heidnische Rom, das die Christen verfolgte; die Kirche erscheint dort als Braut des Lammes (; ).

In seinem Beitrag „Die Hure Babylon und die endzeitliche Christenheit“ nennt Ebertshäuser diese Deutung „klar“. Er stützt sich darauf, dass die Frau auf „sieben Bergen“ sitzt (). Darin hat er recht: Gemeint ist Rom, die Stadt auf den sieben Hügeln. So haben es auch die ersten Christen verstanden. Die Frage ist nur, welches Rom.

Die Offenbarung beantwortet sie selbst. Die Frau ist „trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blute der Zeugen Jesu“ (), in ihr wird „das Blut der Propheten und der Heiligen“ gefunden (), und der Engel erklärt: „Und das Weib, das du gesehen hast, ist die große Stadt, die das Reich hat über die Könige auf Erden“ (). Ihre sieben Häupter sind zugleich „sieben Könige“ (). Das beschreibt die Hauptstadt des Römischen Reiches zur Zeit des Johannes: die Stadt der Kaiser, die Christen hinrichten ließen, nach ältester Überlieferung unter Nero auch Petrus und Paulus (siehe Petersdom). Johannes selbst schreibt von Patmos aus, wo er „um des Wortes Gottes willen“ war (). Die Christen in Rom waren damals nicht die Verfolger, sondern die Verfolgten.

Wie die erste Generation das Wort „Babylon“ gebrauchte, zeigt der erste Petrusbrief. Petrus grüßt aus Rom: „Es grüßen euch, die samt euch auserwählt sind zu Babylon“ (). „Babylon“ ist hier der Deckname der heidnischen Hauptstadt, und die Gemeinde dort heißt ausdrücklich „auserwählt“. So verstanden es schon Papias (Anfang des 2. Jahrhunderts) und Clemens von Alexandrien (um 200), wie Eusebius berichtet. Die Kirche von Rom ist im Neuen Testament also gerade nicht die Hure, sondern die auserwählte Gemeinde inmitten von „Babylon“.

Der Hure stellt die Offenbarung eine andere Frau gegenüber: die Braut des Lammes, die „sich bereitet“ hat und mit „reiner und schöner Leinwand“ bekleidet wird, nämlich „die Gerechtigkeit der Heiligen“ (; vgl. ). Mit diesem Bild beschreibt der Katechismus die Kirche (; ). Zugleich rechnet er nüchtern mit einer letzten Prüfung, in der „ein religiöser Lügenwahn“ viele verführen wird; der schlimmste Betrug sei der des Antichrist, „worin der Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias“ (). Die Kirche liest die Warnungen der Offenbarung also durchaus als Warnung an sich selbst, nicht als Etikett für andere.

Ebertshäuser räumt ein, seine Auslegung gehöre „zu den grundlegenden Erkenntnissen der Täufer und der Reformatoren“. Sie stammt also aus dem 16. Jahrhundert, aus der Zeit erbitterter Konfessionskämpfe, nicht aus dem Text und nicht aus der Kirche der ersten Jahrhunderte. Wer Offenbarung 17 so liest, muss über die Erklärung hinweggehen, die der Engel selbst gibt.

Quellen

Katholische Bräuche stammten aus dem Götzendienst Babylons

Ebertshäuser schreibt„Dieser Name weist darauf hin, daß die Wurzeln der katholischen Kirche in dem babylonischen System von Götzendienst und Zauberei zu suchen sind.“

Die Kirche lehrtGötzendienst und Magie verurteilt die Kirche ausdrücklich (); Weihrauch, geweihtes Wasser, Opfer und kostbare Priestergewänder aber hat Gott selbst im Alten Bund angeordnet (; ; ).

Für die babylonische Herkunft verweist Ebertshäuser auf Alexander Hislop und dessen Buch „Von Babylon nach Rom“ (englisch „The Two Babylons“, 1853/1858). Von dort stammt die Behauptung, der Kult einer „Gottesmutter“ mit ihrem „göttlichen Kind“, Semiramis und Tammuz, sei über Ischtar, Isis und Artemis in die Marienverehrung „eingemündet“. Belegt ist das nicht. Semiramis ist eine griechische Sagengestalt, die auf eine assyrische Königin des 9. Jahrhunderts vor Christus zurückgeht; Tammuz (Dumuzi) ist ein sumerischer Hirtengott, der viele Jahrhunderte früher verehrt wurde. Keine antike Quelle macht die beiden zu Mutter und Sohn; diese Verbindung hat erst Hislop hergestellt. Der amerikanische evangelikale Prediger Ralph Woodrow hatte Hislops Thesen 1966 in seinem Bestseller „Babylon Mystery Religion“ verbreitet. Als er Hislops Belege selbst nachprüfte, nahm er sein Buch vom Markt und widerlegte Hislop 1997 in „The Babylon Connection?“. Ebertshäusers Kronzeuge ist also eine Quelle, die selbst ihr bekanntester protestantischer Verbreiter aufgegeben hat.

Was Ebertshäuser als babylonisch aufzählt, findet sich in der Bibel. Weihrauch: Gott befiehlt Aaron, „gutes Räuchwerk alle Morgen“ darzubringen (); Zacharias räuchert im Tempel, als ihm der Engel „zur rechten Hand am Räucheraltar“ erscheint (); im Himmel tragen die Ältesten „goldene Schalen voll Räuchwerk, das sind die Gebete der Heiligen“ (; vgl. ); und Maleachi kündigt an, dass „an allen Orten“ dem Namen Gottes „geräuchert werden und ein reines Speisopfer geopfert werden“ soll (). Wasser: „Und will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet“ (), „gewaschen am Leibe mit reinem Wasser“ (), „geboren … aus Wasser und Geist“ (). Und die Hostie ist kein Kuchen für die „Himmelskönigin“ (), sondern ungesäuertes Brot wie beim Paschamahl, bei dem Jesus sagt: „Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis“ ().

Auch die Kleidung beweist nichts. Ebertshäuser sieht im „Purpur und Scharlach“ der Frau () die Gewänder der Päpste und Würdenträger. Für die Gewänder der Priester im Alten Bund ordnet Gott aber gerade diese Stoffe an: „Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und weiße Leinwand“ (). Purpur und Scharlach waren die Farben des Reichtums in der Antike; deshalb trägt sie die Stadt, über deren Fall die Kaufleute klagen (). Wer aus Farben auf Götzendienst schließt, müsste auch Aaron für babylonisch halten.

Götzendienst verurteilt die Kirche selbst ohne Einschränkung (), und wer Gebeten oder Sakramenten eine Wirkung „dem bloß äußerlichen Verrichten“ zuschreibt, verfällt nach dem Katechismus dem Aberglauben (). Anbetung gebührt allein Gott (). Auch die Heiligen ruft die Kirche an, um Gottes Wohltaten „durch dessen Sohn Jesus Christus unseren Herrn zu erlangen, der allein unser Erlöser und Heiland ist“, so das Konzil von Trient (). Und der Titel „Gottesmutter“ ist kein babylonischer Mythos, sondern ein Bekenntnis zu Christus: Elisabet nennt Maria „die Mutter meines HERRN“ (), und weil der, den Maria geboren hat, wahrer Gott ist, ist sie Mutter Gottes (). Das bekennen auch die lutherischen Bekenntnisschriften: Maria sei „wahrhaftig Gottes Mutter“ (Konkordienformel 1577, Solida Declaratio VIII,24). Mehr zur Marienverehrung steht in der Rezension zu „Ich bin auch katholisch“.

Die Päpste seien „Antichristen“

Ebertshäuser schreibt„Sie hatten auch völlig recht, wenn sie die römischen Päpste als ‚Antichristen‘ betrachteten.“

Die Schrift sagt„Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet“ (): Antichrist ist nach der Schrift, wer leugnet, dass Jesus der Christus ist und ins Fleisch gekommen ist (); genau das bekennen die Päpste ().

Ebertshäuser begründet sein Urteil mit dem griechischen Wort: „anti-christos“ könne „sowohl ‚Anstatt-Christus‘ als auch ‚Gegen-Christus‘ bedeuten“, und wer beanspruche, Stellvertreter Christi zu sein, setze sich an Christi Stelle. Zugleich sagt er selbst, keiner dieser Päpste sei „der Antichrist im Sinne der biblischen Endzeitprophetie“ gewesen.

Das Wort kommt in der Bibel nur in den Johannesbriefen vor, und dort ist es genau bestimmt: „Wer ist ein Lügner, wenn nicht, der da leugnet, daß Jesus der Christus sei? Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet“ (). Und: „ein jeglicher Geist, der da nicht bekennt, daß Jesus Christus ist in das Fleisch gekommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des Widerchrists“ (). Maßstab ist das Bekenntnis zu Christus, nicht ein Amtstitel. Jeder Papst bekennt mit dem Glaubensbekenntnis von Nizäa den Vater und den Sohn, der Fleisch angenommen hat. Der Katechismus nennt den Glauben an die Menschwerdung „das entscheidende Kennzeichen des christlichen Glaubens“ und zitiert dafür eben (). Nach dem Maßstab des Johannes ist das das Gegenteil eines Antichristen.

Auch der Schluss von „an Christi Statt“ auf „gegen Christus“ trägt nicht. Paulus schreibt über sich und seine Mitarbeiter, in Luthers Worten: „So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott vermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt“ (). Jesus sagt den Ausgesandten: „Wer euch hört, der hört mich“ (), und Petrus trägt er auf: „Weide meine Schafe!“ (). Im Auftrag Christi zu sprechen heißt nicht, sich gegen ihn zu stellen. Die katholische Kirche verwendet den Titel übrigens nicht nur für den Papst: Alle Bischöfe leiten ihre Kirchen „als Stellvertreter und Gesandte Christi“, „eingedenk, daß der Größere werden soll wie der Geringere und der Vorsteher wie der Diener“ (; vgl. ). Seit nennen sich die Päpste „Diener der Diener Gottes“.

Wer an Christi Statt spricht, kann sein Amt missbrauchen; davon erzählt die Geschichte des Papsttums wie die jeder anderen christlichen Gemeinschaft. Aber Missbrauch macht aus einem Bekenner Christi keinen Leugner Christi. Das Urteil der Reformatoren, auf das sich Ebertshäuser beruft, war eine Waffe im Streit des 16. Jahrhunderts, keine Auslegung der Johannesbriefe.

Rom betreibe die Einheit aller Religionen und verleugne Joh 14,6

Ebertshäuser schreibt„Die römische Kirche verleugnet das zentrale Bekenntnis Jesu Christi: ‚Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!‘ (Joh 14,6).“

Die Kirche lehrtGerade „Nostra aetate“ zitiert : Die Kirche „muß verkündigen Christus, der ist ‚der Weg, die Wahrheit und das Leben‘“ (), und sie weist die Meinung zurück, nach der „eine Religion gleich viel gilt wie die andere“ ().

Anlass dieses Beitrags von 2024 ist eine freie Antwort von Papst Franziskus vor Jugendlichen verschiedener Religionen in Singapur am 13. September 2024. Nach dem Bericht von Vatican News sagte er: „Alle Religionen sind Wege zu Gott, wie verschiedene Sprachen, um zu ihm zu gelangen.“ Diese Worte waren missverständlich, und sie wurden auch von Katholiken deutlich kritisiert. Ebertshäuser schließt daraus aber auf eine „langfristig verfolgte Politik“ und auf die Lehre der Kirche. Eine spontane Antwort im Gespräch mit Jugendlichen ist jedoch keine Lehrentscheidung. Was die Kirche lehrt, steht in ihren verbindlichen Texten.

Dort steht das Gegenteil. Ebertshäuser behauptet 2011, in „Nostra aetate“ sei „die Grundlage für einen Vereinigung der Weltreligionen im Sinne der weltweiten Hure Babylon gelegt worden“. Das Konzil erklärt dort zwar, die Kirche lehne „nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist“, fährt aber fort: „Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkündigen Christus, der ist ‚der Weg, die Wahrheit und das Leben‘ ()“ (). Die Erklärung „Dominus Iesus“ (2000) sagt, Jesus Christus habe für die ganze Menschheit eine „ausschließliche, universale und absolute Bedeutung“ (), und die Kirche schließe „radikal jene Mentalität des Indifferentismus aus“, nach der „eine Religion gleich viel gilt wie die andere“. Gleichrangig seien im Dialog die Personen, „nicht … die Lehrinhalte und noch weniger … Jesus Christus“ (). Darum bleibt die Mission Pflicht (). Franziskus selbst schreibt: „es kann keine wahre Evangelisierung geben ohne eindeutige Verkündigung, dass Jesus der Herr ist“ (), und hinterließ in seinem Geistlichen Testament den Satz: „Jesus Christus ist wirklich der Weg, die Wahrheit und das Leben.“

Dass die Kirche in anderen Religionen Wahres anerkennt und doch Christus verkündet, ist der Weg des Paulus in Athen. Er knüpft an den Altar „dem unbekannten Gott“ an und sagt: „Nun verkündige ich euch denselben, dem ihr unwissend Gottesdienst tut“ (). Achtung vor dem Suchen der Menschen und klare Verkündigung schließen sich nicht aus, denn Gott „will, daß allen Menschen geholfen werde“, und es ist doch nur „ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus“ ().

Bleibt die erwartete „Welteinheitskirche“, eine Einheit der Weltreligionen „unter der Führung der katholischen Kirche“. Hier räumt Ebertshäuser selbst ein: „Wie diese Vereinigung der großen Weltreligionen genau aussehen wird, können wir von der Bibel her nicht sagen.“ Was die Bibel nicht sagt, kann sie auch nicht belegen. Die Erwartung beruht auf der Gleichsetzung von Rom und „Babylon“, die schon an Offenbarung 17 selbst scheitert.

Teil II · Kirchengeschichte

Ebertshäusers Geschichtsbild ist schnell erzählt: Auf die reine Urgemeinde folge ab dem 2. Jahrhundert eine heidnisch durchsetzte „Namenschristenheit“, die nach Konstantin zur Verfolgerin geworden sei und das Volk ein Jahrtausend lang in Finsternis gehalten habe. Die Zeugnisse der ersten Jahrhunderte stehen auf der Seite Kirchengeschichte im Wortlaut. An ihnen und an gut belegten Daten müssen sich die sechs Aussagen dieses Teils messen lassen.

Die Kirche des 2. Jahrhunderts sei aus Heidentum und Philosophie entstanden

Ebertshäuser schreibt„So entstand nach der apostolischen Urgemeinde im 2. bis 4. Jahrhundert die frühkatholische Kirche – aus einer unbiblischen, widergöttlichen Vermischung zwischen heidnischer Religion und Philosophie und Bruchstücken der christlichen Botschaft.“

Die Quellen zeigenDie Christen des 2. Jahrhunderts starben lieber, als den Göttern zu opfern; ihre Eucharistie, ihre Taufe und ihre Ämter beschreiben sie mit den Worten der Apostel (; ; ).

Ebertshäuser schreibt, nach dem Vorbild der Mysterienkulte sei das Abendmahl „zu einem mystisch-magischen Akt umgeformt“ worden, durch den der Eingeweihte „der Unsterblichkeit teilhaftig würde, weil er angeblich Christi Leib und Blut zu essen bekäme“. Genau das sagt aber nicht ein griechischer Philosoph des 3. Jahrhunderts, sondern Jesus selbst: „Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken“ (); „denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte Trank“ (). Paulus nennt den Kelch „die Gemeinschaft des Blutes Christi“ und das Brot „die Gemeinschaft des Leibes Christi“ (), und wer unwürdig isst, „der ist schuldig an dem Leib und Blut des HERRN“ ().

Die ersten Zeugen nach den Aposteln reden ebenso. Ignatius, Bischof von Antiochien, der Stadt, in der die Jünger zuerst Christen genannt wurden (), schreibt um 110 auf dem Weg zu seinem Martyrium, die Eucharistie sei „das Fleisch unseres Erlösers Jesus Christus“, und das gemeinsam gebrochene Brot nennt er „ein Heilmittel zur Unsterblichkeit“. Justin beschreibt um 150 die Eucharistie als „Fleisch und Blut jenes fleischgewordenen Jesus“ und die Taufe als Wiedergeburt. Diese Männer kamen nicht aus den Mysterienkulten. Sie starben, weil sie sich weigerten, den Göttern zu opfern; schon um 112 berichtet der Statthalter Plinius dem Kaiser Trajan von Christen, die sich lieber hinrichten ließen, als vor den Götterbildern und dem Bild des Kaisers Weihrauch darzubringen. Die Philosophie, vor der Paulus warnt (), war die der Gnostiker, und gegen sie schrieb Irenäus um 180 seine fünf Bücher „Gegen die Häresien“. Er berief sich dafür auf die Schrift und die von den Aposteln überlieferte Lehre der Kirchen.

Noch etwas spricht gegen Ebertshäusers Bild. Dieselbe Kirche, die schon im 2. Jahrhundert abgefallen sein soll, hat die Schriften des Neuen Testaments abgeschrieben, gesammelt und gegen Markion verteidigt. Die Kanonlisten des 4. Jahrhunderts, die ältesten vollständigen Handschriften und die vielen byzantinischen Abschriften, auf denen der von Ebertshäuser verteidigte Textus Receptus beruht, stammen aus dieser Kirche. Ebertshäuser schreibt selbst, die Urgemeinde sei „treuer Überlieferer der heiligen Schriften“ gewesen. Diese Treue endete nicht mit dem 1. Jahrhundert; sonst hätten wir das Neue Testament nicht.

Quellen

Kirchengeschichte

Seit Konstantin habe die Kirche „alle Andersdenkenden“ mit dem Schwert verfolgt

Ebertshäuser schreibt„Von nun an verfolgte die römische Kirche mit den Mitteln der staatlichen Macht alle Andersdenkenden und mißbrauchte bedenkenlos das Schwert, um ihre religiöse Machtentfaltung zu fördern.“

Die Quellen zeigenDie Väter lehrten das Gegenteil, „Darum ist es auch nicht erlaubt, den Häretiker zu töten“ (Johannes Chrysostomus), und wo Christen später Gewalt übten, bekennt die Kirche das als Schuld (; ).

Schon der Anfang stimmt nicht. Mit Konstantin wurde die Kirche nicht „zur Staatsreligion erhoben“, wie Ebertshäuser im selben Beitrag schreibt. Die Mailänder Vereinbarung von 313 gewährte Religionsfreiheit, den Christen und ebenso allen anderen; erst Kaiser Theodosius I. erklärte 380 den nizänischen Glauben zur Religion des Reiches. In einem anderen Beitrag schreibt Ebertshäuser das selbst richtig: Unter Konstantin sei die Kirche „geduldet und gefördert“ worden, erst seine Nachfolger hätten sie zur Staatsreligion gemacht.

Was die Christen dieser Zeit über Zwang im Glauben dachten, ist gut belegt. Tertullian schreibt um 212 an einen Statthalter: „Nicht einmal Sache der Gottesverehrung ist es, zur Gottesverehrung zu zwingen.“ Laktanz, später Lehrer von Konstantins Sohn, schreibt: „Die Religion ist mehr als alles Sache der Freiwilligkeit.“ Als 385 in Trier mit Priscillian zum ersten Mal ein Mann wegen Irrlehre hingerichtet wurde, geschah das durch Kaiser Maximus auf Betreiben einiger Bischöfe. Martin von Tours trat dagegen auf, bat für die Verfolgten, „nicht bloß die Christen, … sondern auch die Häretiker“, und mied die Gemeinschaft mit den verantwortlichen Bischöfen; auch Ambrosius von Mailand hielt sich von ihnen fern. Johannes Chrysostomus legt um 390 das Gleichnis vom Unkraut aus: „Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte“ (). Jesus habe das gesagt, „um Kriege, Blutvergießen und Morde zu verhindern. Darum ist es auch nicht erlaubt, den Häretiker zu töten.“ Ebertshäuser nennt die Priscillianer selbst als Opfer, verschweigt aber, dass die angesehensten Heiligen ihrer Zeit die Hinrichtung verurteilten.

Richtig ist: Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit haben Christen Andersgläubige verfolgt, Inquisitionsgerichte haben gefoltert und Verurteilte der weltlichen Gewalt zur Hinrichtung übergeben, und Jan Hus wurde 1415 auf dem Konzil von Konstanz verbrannt. Das ist Schuld, und die Kirche nennt es so. Das Zweite Vatikanische Konzil bekennt, es sei „eine Weise des Handelns vorgekommen, die dem Geist des Evangeliums wenig entsprechend, ja sogar entgegengesetzt war“, und hält fest, „daß niemand zum Glauben gezwungen werden darf“ (; vgl. ). nannte die „Nachgiebigkeit angesichts von Methoden der Intoleranz oder sogar Gewalt im Dienst an der Wahrheit“ ein „schmerzliches Kapitel“ (), sprach 1999 sein „tiefes Bedauern“ über den grausamen Tod von Jan Hus aus und bat am 12. März 2000 im Petersdom öffentlich um Vergebung.

Verfolgung war aber kein katholisches Kennzeichen. Im reformierten Zürich wurde 1527 der Täufer Felix Manz ertränkt, in Genf 1553 Michael Servet verbrannt. Wäre Gewalt das Merkmal der „Hure Babylon“, träfe das Urteil die Kirchen der Reformation ebenso. Gewalt im Namen Christi ist Verrat am Evangelium, wer immer sie übt: „Stecke dein Schwert an seinen Ort! denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen“ ().

Quellen

Die Kirche habe „fast überall“ das Bibellesen in der Volkssprache verboten

Ebertshäuser schreibt„Deshalb verboten sie fast überall das Lesen der Bibel in den Volkssprachen und erlaubten nur die lateinische Vulgata-Bibel, die nur wenige verstanden, und das auch nur mit Einschränkungen.“

Die Quellen zeigenVor Luthers Neuem Testament (1522) erschienen 18 gedruckte deutsche Bibeln, die erste 1466; heute ermahnt die Kirche „alle an Christus Glaubenden … besonders eindringlich“ zur häufigen Lesung der Schrift (; ).

Die Behauptung lässt sich an Zahlen prüfen. Zwischen 1466 und 1522 wurden 18 vollständige Bibeln in deutscher Sprache gedruckt, 14 hochdeutsche und 4 niederdeutsche, beginnend mit der Bibel des Straßburger Druckers Johannes Mentelin; die Nürnberger Koberger-Bibel von 1483 gehört mit über hundert Holzschnitten zu den prächtigsten Büchern ihrer Zeit. Dazu kamen Evangelienbücher für Laien. Lange zuvor hatte Wulfila die Bibel ins Gotische übertragen (4. Jahrhundert), Papst erlaubte 868 die slawische Übersetzung der Brüder Kyrill und Method sogar für den Gottesdienst, und Beda der Ehrwürdige übersetzte noch auf dem Sterbebett 735 das Johannesevangelium ins Englische. Ebertshäuser selbst schreibt über Jan Hus, er habe „die Bibel in böhmischer Sprache, die schon vor ihm übersetzt wurde“, bearbeitet.

Richtig ist, dass es örtliche Verbote gab. Die Synode von Toulouse untersagte 1229 im Kampf gegen die Katharer den Laien den Besitz von Bibelbüchern, besonders in der Volkssprache, und in England verbot Erzbischof Arundel 1409 nicht genehmigte Übersetzungen, um die Anhänger Wycliffes einzudämmen. Nach der Reformation band die Kirche das Lesen volkssprachlicher Bibeln eine Zeit lang an eine Erlaubnis (Regeln des Index von 1564). Diese Maßnahmen richteten sich gegen Übersetzungen, die als Werkzeuge bestimmter Bewegungen galten; ein allgemeines Verbot „fast überall“ gab es nicht. Katholische Übersetzungen erschienen weiter, im deutschen Sprachraum etwa die Bibel des Dominikaners Johann Dietenberger von 1534, die bis ins 18. Jahrhundert immer wieder aufgelegt wurde.

Heute sagt die Kirche unmissverständlich: „Der Zugang zur Heiligen Schrift muß für die an Christus Glaubenden weit offenstehen“ (). Sie ermahnt alle Gläubigen „besonders eindringlich“ zur häufigen Lesung der Schrift und zitiert dazu den heiligen Hieronymus: „Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen“ (; ). Das ist dieselbe Haltung, für die die Christen von Beröa gelobt werden, die „forschten täglich in der Schrift“ ().

Die Kirche habe das Fegefeuer erfunden und Ablässe gegen Geld verkauft

Ebertshäuser schreibt„Die römische Kirche hatte die Irrlehre vom ‚Fegefeuer‘ erfunden, in dem angeblich jede Seele im Jenseits noch qualvoll und für lange Zeit die Sünden abbüßen müßte.“

Die Quellen zeigenDas Gebet für Verstorbene ist älter als die Kirche () und seit dem 2. Jahrhundert christlich belegt, und den Handel mit Ablässen hat die Kirche selbst verboten: „aller schmachvolle Gewinn“ sei „gänzlich abzuschaffen“ ().

Erfunden hat die Kirche das Gebet für die Verstorbenen nicht. Schon um 160 vor Christus lässt Judas Makkabäus für gefallene Soldaten ein Sühnopfer darbringen (); Luther hat das Buch unter die Apokryphen gestellt, die er „nützlich und gut zu lesen“ nannte. Paulus bittet für Onesiphorus, dessen Haus er grüßt und der nach verbreiteter Auslegung nicht mehr lebte: „Der HERR gebe ihm, daß er finde Barmherzigkeit bei dem HERRN an jenem Tage“ (). Von dem, dessen Werk im Gericht verbrennt, sagt er: „er selbst aber wird selig werden, so doch durchs Feuer“ (). Um 210 bezeugt Tertullian, dass Christen für ihre Verstorbenen beten und an ihren Jahrestagen die Eucharistie für sie feiern.

Was Ebertshäuser beschreibt, ist auch nicht die Lehre der Kirche. Das Fegefeuer ist keine Qual für „jede Seele“, sondern die Läuterung derer, die „in der Gnade und Freundschaft Gottes“ sterben und darum ihres ewigen Heiles sicher sind (), „von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden“ (). Schon das Konzil von Trient befahl den Bischöfen, in den Predigten alles wegzulassen, was „am Scheine des Unwahren leidet“, und zu verbieten, was „schmählichen Gewinn verräth“ ().

Den Ablasshandel hat es gegeben, und er war ein Skandal, an dem sich 1517 die Reformation entzündete. Die Kirche hat ihn selbst beendet: Trient verordnete, „daß aller schmachvolle Gewinn bei Erlangung derselben, woraus die meiste Veranlassung zu Mißbräuchen für das christliche Volk erfloß, gänzlich abzuschaffen sei“ (), und Papst hob 1567 alle Ablassverleihungen auf, die an Geldgaben geknüpft waren. Ein Ablass ist nach katholischer Lehre keine gekaufte Vergebung. Er erlässt zeitliche Sündenstrafen „für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind“ (), und er soll zu „Werken der Frömmigkeit, der Buße und der Nächstenliebe“ anregen (). Über den Ablass kann man mit guten Gründen streiten; wer aber sagt, die Kirche verkaufe das Heil, beschreibt einen Missbrauch, den sie selbst abgeschafft hat, nicht ihre Lehre.

Quellen

Kirchengeschichte

Heilige hätten die heidnischen Götter ersetzt, ihre Feste seien Götzenfeste

Ebertshäuser schreibt„Früh schon waren die alten heidnischen Götter durch katholische ‚Heilige‘ ersetzt worden, die wegen aller möglichen Dinge angerufen werden konnten und deren Festtage direkt von den früheren Götzenfesttagen übernommen wurden.“

Die Quellen zeigenDie ersten Heiligenfeste sind die Todestage der Märtyrer: Um 156 feiert die Gemeinde von Smyrna den „Geburtstag“ des Martyriums ihres Bischofs Polykarp und schreibt: „Christus beten wir an, weil er der Sohn Gottes ist. Die Blutzeugen aber lieben wir“ ().

Der älteste Bericht über die Verehrung eines christlichen Märtyrers ist der Rundbrief der Gemeinde von Smyrna über den Tod ihres Bischofs Polykarp um 156. Die Gemeinde sammelt seine Gebeine, „kostbarer als edle Steine“, und will dort zusammenkommen, um „den Geburtstag seines Martyriums zu feiern, zum Gedächtnis derer, die den Kampf schon bestanden haben“. Ein Festtag ist hier der Tag, an dem ein Christ für Christus starb, nicht der Tag eines heidnischen Gottes. Tertullian bezeugt dasselbe für die Verstorbenen allgemein: Man feiere ihre Jahrestage „als ihrem Geburtstage“. Der römische Festkalender von 354 verzeichnet die Gedenktage der Märtyrer nach den Tagen ihres Begräbnisses. Biblisch ist das Gedächtnis der Glaubenszeugen ohnehin: „Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach“ (; vgl. ).

Dieselbe Gemeinde zieht schon die Grenze, die Ebertshäuser verwischt. Auf den Vorwurf, die Christen würden statt Christus nun Polykarp verehren, antwortet sie: „Christus beten wir an, weil er der Sohn Gottes ist. Die Blutzeugen aber lieben wir als Jünger und Nachahmer des Herrn.“ Der Katechismus zitiert diesen Satz (). Die Heiligen ersetzen nicht Gott; die Kirche verkündet in ihnen „das Pascha-Mysterium“, also Christi Tod und Auferstehung, und stellt den Gläubigen „ihr Beispiel vor Augen, das alle durch Christus zum Vater zieht“ (). Dass man sie um Fürbitte bittet, entspricht dem Wort: „Des Gerechten Gebet vermag viel“ (; vgl. ).

Richtig ist, dass die Mission manchmal an Orte und Bräuche anknüpfte, die vorher heidnisch waren. Papst riet 601 den Missionaren in England, die Tempel nicht zu zerstören, sondern die Götzenbilder zu entfernen und die Gebäude zu Kirchen zu weihen. Das ist aber das Gegenteil davon, die alten Götter weiterzuverehren: Der Ort wird dem wahren Gott übergeben. So knüpfte auch Paulus in Athen an den Altar des „unbekannten Gottes“ an, um Christus zu verkünden ().

Quellen

Die Kirche beanspruche die Weltherrschaft und wolle das Reich Gottes auf Erden errichten

Ebertshäuser schreibt„… lehrt die römische Kirche, daß ihren Repräsentanten Macht und Ansehen und letztlich die Weltherrschaft zustehe, daß sie angeblich das Reich Gottes im Auftrag des Christus auf Erden verwirklichen müsse.“

Die Kirche lehrtNach katholischer Lehre kommt das Reich Gottes „nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche“, sondern durch den Sieg Gottes am Ende (), und die Kirche darf „in keiner Weise … mit der politischen Gemeinschaft verwechselt werden“ ().

Ebertshäuser schreibt das in seinem Beitrag vom Januar 2026 in der Gegenwartsform: Die Kirche „lehrt“ das. Richtig ist, dass mittelalterliche Päpste weitreichende politische Ansprüche erhoben haben. zwang 1077 Heinrich IV. zum Gang nach Canossa, den Ebertshäuser anführt, und beanspruchte 1302 in der Bulle „Unam sanctam“ die Oberhoheit über die weltlichen Herrscher. Das gehört zur Geschichte des Papsttums, und es war ein Irrweg, den die Kirche hinter sich gelassen hat. Der Kirchenstaat endete 1870; der Vatikanstaat ist heute knapp einen halben Quadratkilometer groß und sichert die Unabhängigkeit des Papstes, keine Herrschaft über andere.

Was die Kirche heute lehrt, steht im Katechismus und in den Konzilstexten. Sie verwirft ausdrücklich jede Erwartung, das Reich Gottes schon innerhalb der Geschichte zu verwirklichen, ob als „Millenarismus“ oder als politischen „säkularisierten Messianismus“ (). Das Reich komme „nicht in stetigem Fortschritt durch einen geschichtlichen Triumph der Kirche“, sondern erst durch Gottes Sieg; die Kirche gehe in die Herrlichkeit nur ein, indem sie „dem Herrn in seinem Tod und seiner Auferstehung folgen wird“ (). Das Konzil sagt, die Kirche sei „nicht gegründet, um irdische Herrlichkeit zu suchen, sondern um Demut und Selbstverleugnung auch durch ihr Beispiel auszubreiten“ (). Sie dürfe „in keiner Weise … mit der politischen Gemeinschaft verwechselt werden“, sei an kein politisches System gebunden und setze „ihre Hoffnung nicht auf Privilegien“ der Staaten (). Und Christus, so das Konzil, „lehnte es ab, ein politischer Messias zu sein“ ().

Das entspricht dem Wort Jesu vor Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt“ (), und seinem Wort an die Jünger: „Die weltlichen Könige herrschen … Ihr aber nicht also! Sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Vornehmste wie ein Diener“ (). Dass Päpste und Bischöfe dem nicht immer gerecht wurden, ist wahr; die Lehre der Kirche aber sagt genau das.

Teil III · Ökumene

Aus der Babylon-Deutung folgt für Ebertshäuser, dass jede Zusammenarbeit mit katholischen Christen Verrat am Evangelium sei. Die Ökumene sei eine Strategie Satans, Jesu Gebet in Johannes 17 meine erst die künftige Welt, katholische Christen seien „Ungläubige“, und Rom wolle die Verkündigung des Evangeliums unterbinden. Was katholische Ökumene tatsächlich will, steht im Ökumenismusdekret des Zweiten Vatikanischen Konzils von 1964, das Ebertshäuser nicht zitiert.

Ökumene sei eine prinzipienlose Einheit auf Kosten der Wahrheit, eine Strategie Satans

Ebertshäuser schreibt„Die falsche ökumenische Einheit ist eine listige Strategie des Satans …“

Die Kirche lehrtKatholische Ökumene verlangt das Gegenteil von Prinzipienlosigkeit: „Die gesamte Lehre muß klar vorgelegt werden. Nichts ist dem ökumenischen Geist so fern wie jener falsche Irenismus, durch den die Reinheit der katholischen Lehre Schaden leidet“ ().

Ebertshäuser beschreibt die Ökumene als „prinzipienlose, auf Unwahrheit und Irrlehre beruhende ‚Einheit‘“, als Vermischung von Licht und Finsternis. Das Ökumenismusdekret beschreibt das Gegenteil. Zur ökumenischen Arbeit gehöre zuerst, alle Worte, Urteile und Taten auszumerzen, „die der Lage der getrennten Brüder nach Gerechtigkeit und Wahrheit nicht entsprechen“. Im Dialog solle „ein jeder die Lehre seiner Gemeinschaft tiefer und genauer“ erklären, „so daß das Charakteristische daran deutlich hervortritt“ (). Unterschiede sollen also nicht verwischt, sondern genau benannt werden. Ausdrücklich warnt das Konzil vor einem „falschen Irenismus“, der die Lehre verdunkelt ().

Der Kern der Ökumene ist nach katholischem Verständnis nicht Diplomatie, sondern Umkehr: „Es gibt keinen echten Ökumenismus ohne innere Bekehrung“ (). Die Bekehrung des Herzens, ein heiliges Leben und das Gebet sind „die Seele der ganzen ökumenischen Bewegung“ (; ). Das Konzil bittet dabei „Gott und die getrennten Brüder um Verzeihung“ (). Mit „Sauerteig“ und „Vermischung“ hat das nichts zu tun.

Biblisch ist die Spaltung der Christen kein Zustand, den man verteidigen sollte. Paulus ermahnt die Korinther: „lasset nicht Spaltungen unter euch sein“, und fragt: „Ist Christus nun zertrennt?“ (). Den Ephesern schreibt er: „seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“ (). Ebertshäuser selbst zitiert die folgenden Verse, „ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ (), beschränkt sie aber auf die, die er für wahre Gläubige hält.

Ehrlich gesagt sei auch, was die katholische Ökumene will: die volle, sichtbare Einheit der Christen, die nach katholischem Glauben „unverlierbar in der katholischen Kirche besteht“ (; ). Darüber kann man streiten. Aber es ist kein verborgener Plan, sondern im Konzilstext nachzulesen, und von einer Einheit mit nichtchristlichen Religionen ist im Ökumenismusdekret nirgends die Rede.

Jesu Gebet „damit sie alle eins seien“ meine erst die kommende Welt

Ebertshäuser schreibt„Der Herr Jesus sprach von der vollkommenen Vereinigung aller wahren Kinder Gottes, die sich in der kommenden Weltzeit zeigen wird …“

Die Schrift sagtJesus betet um die Einheit seiner Jünger, „auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt“ (); das ist ein Auftrag für die Zeit, in der die Welt noch zum Glauben kommen kann ().

Ebertshäuser schreibt, die ökumenischen Theologen beriefen sich „zu Unrecht“ auf Johannes 17; Jesus spreche dort von der vollkommenen Einheit, die sich erst zeigen werde, wenn die verherrlichte Gemeinde mit Christus „vor der staunenden Welt offenbar wird“. Der Text sagt aber, wozu die Einheit dienen soll: „auf daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, du habest mich gesandt“ (). Und noch einmal: „auf daß sie vollkommen seien in eins und die Welt erkenne, daß du mich gesandt hast“ (). Glauben kann die Welt nur jetzt. Wenn Christus in Herrlichkeit kommt, beginnt das Gericht, nicht mehr die Mission.

Jesus betet dabei ausdrücklich nicht nur für die Apostel, „sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden“ (), also für die Gläubigen aller Zeiten auf dieser Erde. An anderer Stelle sagt er: „und wird eine Herde und ein Hirte werden“ (). Die Apostel haben das als Auftrag verstanden; daher die Mahnung, die Einigkeit „zu halten“ (), und die Klage über die Parteiungen in Korinth ().

In einem Punkt stimmen Ebertshäuser und die katholische Lehre überein: Die volle Einheit ist „ein Werk Gottes“ und „nicht menschlich machbar“, wie er schreibt. Der Katechismus sagt dasselbe: Die Versöhnung aller Christen übersteige „die menschlichen Kräfte und Fähigkeiten“, deshalb setze die Kirche ihre Hoffnung „gänzlich auf das Gebet Christi für die Kirche“ (). Daraus folgt aber nicht, dass man das Gebet Jesu auf die Zeit nach der Wiederkunft verschieben dürfte. Es folgt, dass man in sein Gebet einstimmt.

Katholische Christen seien „Ungläubige“ im Sinn von 2 Kor 6,14

Ebertshäuser schreibt„Solche ‚Namenschristen‘ sind immer noch in der Finsternis, im Heidentum und religiös-christlich gefärbten Götzendienst, denn nichts anderes ist die römisch-katholische und die orthodoxe Kirche ihrem Wesen nach …“

Die Kirche lehrtMit den „Ungläubigen“ meint Paulus Heiden, die Götzen dienen (); wer an Christus glaubt und getauft ist, ist nach katholischer Lehre „Christus eingegliedert“, und so urteilt die Kirche auch über evangelische Christen (; ).

Ebertshäusers Hauptbeleg für die „Absonderung“ ist : „Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen.“ Wen Paulus mit den „Ungläubigen“ meint, zeigt sein Sprachgebrauch: Christen, die einander „vor den Ungläubigen“ verklagen (), der Christ, der „ein ungläubiges Weib hat“ (), „ein Ungläubiger“, der in die Versammlung kommt (). Gemeint sind Menschen, die nicht an Christus glauben. Der Zusammenhang sagt es ausdrücklich: „Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen?“ (). Katholische und orthodoxe Christen bekennen den dreieinigen Gott, die Menschwerdung des Sohnes, seinen Tod für unsere Sünden und seine Auferstehung; sie beten das Apostolische und das Nizänische Glaubensbekenntnis. Sie „Ungläubige“ zu nennen, nimmt dem Wort seinen Sinn.

Ebertshäuser widerspricht sich hier selbst. An anderer Stelle schreibt er, es habe „zu jeder Zeit wahre Gläubige“ gegeben, „zunächst teilweise sicher innerhalb“ der katholischen Kirche. Wenn es in ihr wahre Gläubige gab, kann sie nicht einfach „Heidentum“ und „Götzendienst“ sein.

Die katholische Kirche urteilt über evangelische Christen umgekehrt. Denen, die in getrennten Gemeinschaften geboren sind und dort zum Glauben an Christus kommen, darf „die Schuld der Trennung nicht zur Last gelegt werden“; sie sind „durch den Glauben in der Taufe gerechtfertigt und Christus eingegliedert“, „darum gebührt ihnen der Ehrenname des Christen, und mit Recht werden sie von den Söhnen der katholischen Kirche als Brüder im Herrn anerkannt“ (; ). Diese Achtung gilt auch Ebertshäuser und seinen Gemeinden. Sie bedeutet nicht, dass alle Unterschiede gleichgültig wären; sie bedeutet, dass man über den Glauben anderer nicht anders urteilt, als es die Wahrheit erlaubt.

Rom wolle unter dem Deckmantel der Einheit die Verkündigung des Evangeliums verhindern

Ebertshäuser schreibt„Unter dem Deckmantel der ‚Einheit‘ strebt die römische Kirche ja danach, alle klare Evangeliumsverkündigung als ‚Proselytenmacherei‘ zu verhindern.“

Die Kirche lehrtDie Kirche verwirft nur „Zwang oder unehrenhafte oder ungehörige Überredung“ (); die Verkündigung selbst ist ihr Auftrag: „es kann keine wahre Evangelisierung geben ohne eindeutige Verkündigung, dass Jesus der Herr ist“ ().

Mit „Proselytenmacherei“ meint die Kirche nicht die Verkündigung des Evangeliums, sondern unlautere Mittel. Das Konzil sagt genau, welche: Man müsse sich bei der Verbreitung des Glaubens „jeder Art der Betätigung enthalten, die den Anschein erweckt, als handle es sich um Zwang oder um unehrenhafte oder ungehörige Überredung, besonders wenn es weniger Gebildete oder Arme betrifft“ (). Im selben Satz bekräftigt es das Recht aller religiösen Gemeinschaften, „keine Behinderung bei der öffentlichen Lehre und Bezeugung ihres Glaubens in Wort und Schrift zu erfahren“ (), und das Recht jedes Menschen auf Religionsfreiheit (). Diese Freiheit schützt auch Ebertshäusers eigene Arbeit.

Die Verkündigung selbst ist nach katholischer Lehre Pflicht. Der Katechismus beginnt seinen Abschnitt über die Mission mit dem Auftrag Jesu: „Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie“ (; ). Weil die Kirche an Gottes Heilswillen für alle glaubt, „muß sie missionarisch sein“ (). Sie soll dabei respektvoll vorgehen (), so wie Petrus schreibt: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmütigkeit und Furcht“ (). Für die Kirche gilt das Wort des Paulus: „wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte!“ ().

Wenn Ebertshäuser fürchtet, die Ökumene solle Christen daran hindern, „evangelische wie katholische Namenschristen zur Errettung zu führen“, dann ist die Antwort der Kirche: Jeder Christ soll das Evangelium bezeugen, auch gegenüber Katholiken, die ihren Glauben nicht leben. Nur soll er es so tun, wie Petrus es verlangt, mit Sanftmut und Ehrfurcht.

Teil IV · Glaube und Lehre

Hinter den Urteilen über Geschichte und Ökumene stehen Aussagen über den Glauben selbst: Die Kirche lehre ein Evangelium der Werke, opfere einen „falschen Jesus“, betreibe Magie, erlaube die Lüge und halte nichts von der Irrtumslosigkeit der Bibel. Hier lässt sich besonders leicht prüfen, was die Kirche wirklich sagt, denn sie hat es selbst aufgeschrieben.

Rom lehre eine Rettung durch Werke, „ein anderes Evangelium“ unter dem Fluch

Ebertshäuser schreibt„Das ist ein anderes Evangelium (Gal 1,6-9) und bringt diese ‚Kirche‘ unter den Fluch!“

Die Kirche lehrtTrient lehrt, „daß nichts von dem, was der Rechtfertigung vorangeht, weder Glaube noch Werke, die Gnade der Rechtfertigung selber verdient“ (); „Allein aus Gnade … nicht auf Grund unseres Verdienstes“ bekennt die Kirche mit den Lutheranern ().

Ebertshäuser schreibt, die Kirche habe aus der „Errettung allein aus Gnade durch den Glauben“ eine Rettung gemacht, die „nur unter Mitwirkung von ‚Werken‘ und menschlichen ‚Mittlern‘ geschehen könne“. Das Konzil von Trient, das er als Inbegriff dieser Lehre ansieht, sagt etwas anderes. Im 8. Kapitel seines Rechtfertigungsdekrets (1547) heißt es: Wir heißen „aus Gnade gerechtfertigt“, „weil nichts von dem, was der Rechtfertigung vorangeht, weder Glaube noch Werke, die Gnade der Rechtfertigung selber verdient. ‚Wenn sie nämlich aus Gnade ist, so ist sie nicht mehr aus den Werken; sonst ist … die Gnade nicht mehr Gnade‘“ (). Der Katechismus sagt: „Wir haben unsere Rechtfertigung der Gnade Gottes zu verdanken“ (), und in der Ordnung der Gnade „kann niemand die erste Gnade verdienen, aus der die Bekehrung, die Vergebung und die Rechtfertigung hervorgehen“ (). Das ist dasselbe, was Paulus schreibt: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus den Werken“ (); „und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade“ ().

Gute Werke sind nach katholischer Lehre nicht der Preis des Heils, sondern seine Frucht. Auch wo die Kirche von Verdienst spricht, sind diese Verdienste „in erster Linie der Gnade Gottes und erst dann dem Glaubenden zuzuschreiben“ (), nach dem Wort: „Denn Gott ist’s, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen“ (), und: „nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist“ (). Der Glaube, der rettet, ist „der Glaube, der durch die Liebe tätig ist“ (). Und es gibt nur „ein Mittler zwischen Gott und den Menschen“ (); die Fürbitte Marias und der Heiligen verdunkelt diese einzige Mittlerschaft „in keiner Weise“ ().

Ebertshäuser verwirft auch die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre von 1999. Gerade dort bekennen katholische und lutherische Christen gemeinsam: „Allein aus Gnade im Glauben an die Heilstat Christi, nicht auf Grund unseres Verdienstes, werden wir von Gott angenommen“ (). Unterschiede bleiben, etwa im Verständnis der Mitwirkung des Menschen und des Verdienstes. Aber ein „anderes Evangelium“ im Sinne von lehrt eine Kirche nicht, die bekennt, dass die Rechtfertigung „aus Gnade“ ist und weder durch Glauben noch durch Werke verdient wird. Ausführlich dazu die Rezension zu „Ich bin auch katholisch“.

Benedikts XVI. letzte Bitte zeige, dass er das Evangelium der Gnade verkannt habe

Ebertshäuser schreibt„Wie wenig Ratzinger ein echter Gläubiger im biblischen Sinne war und wie gründlich er das echte Evangelium der Errettung aus Gnade verkannt hat …, zeigt auch seine letzte Botschaft an die Kirchenanhänger …“

Die Schrift sagtWer bittet, Gott möge ihn „trotz all meiner Sünden“ aufnehmen, verlässt sich auf Gottes Erbarmen und nicht auf eigene Werke, wie der Zöllner im Tempel (): „Gott, sei mir Sünder gnädig!“

Nach dem Tod Benedikts XVI. am 31. Dezember 2022 veröffentlichte der Vatikan dessen Geistliches Testament von 2006. Ebertshäuser zitiert daraus den Satz: „Betet für mich, damit der Herr mich trotz all meiner Sünden und Unzulänglichkeiten in die ewigen Wohnungen einläßt“, und sieht darin den Beweis, dass Ratzinger „das echte Evangelium der Errettung aus Gnade verkannt“ habe.

Der Satz beweist das Gegenteil. Wer Gott bittet, ihn „trotz“ seiner Sünden aufzunehmen, beruft sich nicht auf eigene Verdienste, sondern allein auf Gottes Erbarmen. Das ist die Haltung des Zöllners, den Jesus „gerechtfertigt“ nach Hause gehen lässt: „Gott, sei mir Sünder gnädig!“ (). Auch Paulus schreibt: „Denn ich bin mir nichts bewußt, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der HERR ist’s aber, der mich richtet“ (), und: „Nicht, daß ich’s schon ergriffen habe“ (). Andere um ihr Gebet zu bitten, tut Paulus selbst: „Liebe Brüder, betet für uns“ (). Die Wendung von den „ewigen Wohnungen“ stammt aus Jesu eigenem Mund (; Luther übersetzt „ewigen Hütten“). In demselben Testament bekennt Benedikt: „Jesus Christus ist wirklich der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Die Hoffnung der Christen stützt sich nach dem Katechismus „nicht auf unsere Kräfte, sondern auf die Gnadenhilfe des Heiligen Geistes“ (), und „keiner darf an Gottes Barmherzigkeit und an Christi Verdienst zweifeln“ ().

Ob ein Mensch gerettet ist, steht keinem anderen Menschen zu Urteil. Paulus mahnt: „Wer bist du, daß du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder fällt seinem HERRN“ (), und: „Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der HERR komme“ (). Aus einem demütigen Gebet um Erbarmen auf den Unglauben eines Verstorbenen zu schließen, ist mit diesen Worten nicht vereinbar.

Die Priester opferten täglich einen „falschen Jesus“ in der Hostie

Ebertshäuser schreibt„… lehrt die römische Kirche, daß die Priester täglich den falschen ‚Jesus‘ in Gestalt einer verwandelten Hostie wieder opfern müssen, um für Sünden Sühnung zu leisten …“

Die Kirche lehrt„Denn es ist ein und dieselbe Opfergabe, derselbe jetzt durch den Dienst der Priester sich Opfernde, welcher damals sich selbst am Kreuze geopfert hat“ (): kein anderer Jesus und kein zweites Opfer neben Golgatha ().

„Falscher Jesus“ ist ein schwerer Vorwurf. Der Christus, den die Kirche in der Messe bekennt, ist derselbe, den das Glaubensbekenntnis nennt: geboren von der Jungfrau Maria, gekreuzigt unter Pontius Pilatus, am dritten Tag auferstanden. Die Messe verkündet seinen Tod, wie Paulus es sagt: „Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des HERRN Tod verkündigen, bis daß er kommt“ (). Dass er im Sakrament wirklich gegenwärtig ist, gründet in seinem eigenen Wort: „Das ist mein Leib“ (), „mein Fleisch ist die rechte Speise“ (). So bezeugen es Ignatius und Justin im 2. Jahrhundert, und so hielt auch Luther gegen Zwingli an den Worten „Das ist mein Leib“ fest. Ebertshäusers Vorwurf träfe also nicht nur die katholische Kirche.

Dass die Priester Christus „wieder opfern“, weil das Kreuz nicht genügt habe, lehrt die Kirche nicht. Das Konzil von Trient sagt: In der Messe ist „eben derselbe Christus enthalten“ und wird „unblutiger Weise geopfert, welcher sich selber auf dem Altare des Kreuzes ein einzigmal blutiger Weise aufgeopfert hat“; es sei „ein und dieselbe Opfergabe“, nur „die Weise der Darbringung“ sei verschieden, und dem Kreuzesopfer werde dadurch „nicht im Entferntesten … auf irgend eine Weise Eintrag gethan“ (). Der Katechismus: „Das Opfer Christi und das Opfer der Eucharistie sind ein einziges Opfer“ (). Christus stirbt nicht noch einmal: „Christus, von den Toten auferweckt, hinfort nicht stirbt“ (). Aber sein einmaliges Opfer ist bleibend vor Gott gegenwärtig. Er ist eingegangen „in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns“ (), er „lebt immerdar und bittet für sie“ (), und Johannes sieht ihn als „ein Lamm, wie wenn es erwürgt wäre“ (). Die Eucharistie macht dieses eine Opfer gegenwärtig und „wendet dessen Frucht zu“ ().

Auch die zweite Hälfte des Satzes stimmt nicht. Nach katholischer Lehre gilt: „Gott allein kann Sünden vergeben“; der Priester ist „nicht Herr, sondern Diener der Vergebung Gottes“ (; ). Dass evangelische Christen den Opfercharakter der Messe ablehnen, ist ein echter Unterschied. Ausführlich behandeln ihn die Abschnitte zum Messopfer und zur Beichte in der Rezension zu „Ich bin auch katholisch“.

Quellen

Kirchengeschichte

Die Sakramente stammten aus den Mysterienkulten, die Taufe sei ein „magischer Akt“

Ebertshäuser schreibt„Die Taufe wurde zu einem magischen Akt der Einweihung, durch den der Täufling angeblich automatisch Vergebung aller seiner vorigen Sünden bekäme.“

Die Kirche lehrt„Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden“ (); wer dagegen den Sakramenten eine Wirkung „dem bloß äußerlichen Verrichten“ zuschreibt, verfällt nach dem Katechismus dem Aberglauben ().

Dass die Taufe Sünden vergibt, ist keine Erfindung späterer Zeiten, sondern die Predigt der Apostel. Petrus ruft am Pfingsttag: „Tut Buße und lasse sich ein jeglicher taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden“ (). Hananias sagt zu Paulus: „Stehe auf und laß dich taufen und abwaschen deine Sünden“ (). Paulus nennt die Taufe „das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes“ () und spricht vom Mitsterben und Mitauferstehen mit Christus in der Taufe (). Petrus schreibt von der Taufe, „welches nun auch uns selig macht“ (), und Jesus sagt: „Es sei denn daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen“ (). Um 150 beschreibt Justin die Taufe als Wiedergeburt. Auch Luthers Kleiner Katechismus lehrt, die Taufe wirke Vergebung der Sünden; Ebertshäuser verwirft deshalb die „Sakramentelehre“ der lutherischen Kirchen ebenso.

„Magisch“ und „automatisch“ ist die Taufe nach katholischer Lehre nicht. Die Sakramente wirken, weil „Christus selbst am Werk“ ist (), „durch die Kraft Gottes“ und nicht durch menschliche Kräfte; „die Früchte der Sakramente“ hängen aber auch von der inneren Verfassung dessen ab, der sie empfängt (). Die Taufe ist „das Sakrament des Glaubens“ (), und bei Erwachsenen setzt sie Umkehr und Glauben voraus, wie bei Petrus: „Tut Buße und lasse sich … taufen“. Ausdrücklich nennt der Katechismus es Aberglauben, wenn jemand „die Wirksamkeit von Gebeten oder von sakramentalen Zeichen dem bloß äußerlichen Verrichten zuschreibt und dabei von den inneren Haltungen, die sie erfordern, absieht“ (). Genau die Magie, die Ebertshäuser der Kirche zuschreibt, verurteilt sie selbst.

Auch das Wort führt nicht zu den Mysterienkulten. Das lateinische „sacramentum“ übersetzt in der Bibel das griechische „mysterion“, Geheimnis: „Das Geheimnis ist groß; ich sage aber von Christo und der Gemeinde“ (). Paulus nennt die Apostel „Haushalter über Gottes Geheimnisse“ (). Das Wort kommt aus der Bibel, nicht aus dem Heidentum.

Quellen

Kirchengeschichte

Die Kirche halte nach „jesuitischer Moral“ jede Lüge für erlaubt

Ebertshäuser schreibt„Sie tut es im Rahmen jener jesuitischen Moral, daß zur Förderung der Sache der Kirche jede Lüge, jede Täuschung legitim ist …“

Die Kirche lehrt„Der Zweck rechtfertigt die Mittel nicht“ (), und: „Es ist nie erlaubt, Böses zu tun, damit daraus etwas Gutes hervorgehe“ (; vgl. ).

Ebertshäuser schreibt das über die Kirche als Ganze: Wo sie biblische Wahrheiten betone, tue sie es „zum Schein“, im Rahmen einer Moral, nach der jede Lüge erlaubt sei. Die katholische Morallehre sagt das Gegenteil, und zwar in aller Schärfe. Eine gute Absicht macht „ein an sich falsches Verhalten (wie Lüge oder Verleumdung) nicht zu etwas Gutem“; „Der Zweck rechtfertigt die Mittel nicht“ (). „Es ist nicht erlaubt, etwas Schlechtes zu tun, damit etwas Gutes daraus entsteht“ (). Die Lüge nennt der Katechismus mit Jesu Worten ein Werk des Teufels, der „ein Lügner und ein Vater derselben“ ist (; ), und „ihrer Natur nach verwerflich“ ().

Der Grundsatz, den Ebertshäuser der Kirche unterstellt, wird schon im Neuen Testament verworfen, und der Katechismus beruft sich darauf: Paulus weist die Verleumdung zurück, Christen sagten „Lasset uns Übles tun, auf das Gutes daraus komme“, und urteilt: „welcher Verdammnis ist ganz recht“ (). „Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit“ ().

Richtig ist, dass im 17. Jahrhundert einzelne Moraltheologen, darunter Jesuiten, sehr nachgiebige Lehren vertraten, etwa über den „geistigen Vorbehalt“ bei Aussagen. Blaise Pascal hat sie 1656/57 in seinen „Provinzialbriefen“ angegriffen. Die Kirche selbst hat 1679 unter Papst 65 dieser laxen Sätze verurteilt, darunter die Erlaubnis solcher Vorbehalte. Sie hat sich also gerade gegen die Moral gestellt, die Ebertshäuser ihr zuschreibt.

Der Vorwurf hat noch eine andere Seite. Wer erklärt, die Kirche sage die Wahrheit nur „zum Schein“, macht jede Prüfung unmöglich: Was immer sie lehrt, gilt dann als Täuschung. Das achte Gebot gilt aber auch im Streit um die Wahrheit: „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ (). Fair ist es, die Kirche an dem zu messen, was sie tatsächlich lehrt.

Die Kirche glaube nicht an die Irrtumslosigkeit der Bibel

Ebertshäuser schreibt„… in der ganzen katholischen Kirchenlehre von wirklicher Bibeltreue und Glauben an die Inspiration und Irrtumslosigkeit der Bibel keine Rede sein kann …“

Die Kirche lehrt„Da also alles, was die inspirierten Verfasser … aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt zu gelten hat, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, daß sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren“ ().

Die Konstitution „Dei Verbum“ des Zweiten Vatikanischen Konzils (1965) lehrt, dass die Bücher des Alten und Neuen Testaments „in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen“ heilig und kanonisch sind, „Gott zum Urheber haben“ und „ohne Irrtum die Wahrheit lehren“ (; ), mit Verweis auf „Alle Schrift, von Gott eingegeben“ (). Das Lehramt „ist nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm“ (; ), und eine neue öffentliche Offenbarung ist „nicht mehr zu erwarten“ ().

Mit einem Teil seiner Aussage hat Ebertshäuser recht: Schrift und Überlieferung sollen nach katholischer Lehre „mit gleicher Liebe und Achtung angenommen und verehrt werden“ (; ). Das ist ein echter Unterschied zum evangelischen „allein die Schrift“, und er ist offen benannt. Das Lehramt dagegen stellt die Kirche nicht neben die Schrift, sondern unter sie. Auch dass katholische Bibelwissenschaft auf literarische Gattungen und geschichtliche Umstände achtet (; ), bedeutet keinen Zweifel an der Wahrheit der Schrift. , dessen Jesus-Bücher Ebertshäuser für „listige Dialektik“ hält, schreibt in seinem Testament, er habe „unerschütterlich scheinende Thesen zusammenbrechen sehen, die sich als bloße Hypothesen erwiesen: die liberale Generation (Harnack, Jülicher usw.), die existenzialistische Generation (Bultmann usw.)“.

Schließlich: Ebertshäuser verteidigt auf seiner Website den Textus Receptus als den zuverlässigen Grundtext des Neuen Testaments. Dessen erste Druckausgabe besorgte 1516 Erasmus von Rotterdam, ein katholischer Priester, der sie Papst widmete; der Papst dankte ihm 1518 dafür. Die griechischen Handschriften, auf denen diese Ausgabe beruht, haben Mönche der byzantinischen Kirche abgeschrieben. Die Bibel, die Ebertshäuser liest, ist durch die Hände der Kirchen zu ihm gekommen, die er „Götzendienst“ nennt.

Fazit

Ebertshäusers Anliegen verdient Respekt: Er will, dass Christen der Bibel treu bleiben und sich nicht verführen lassen. Dasselbe will die katholische Kirche, wenn sie alle Gläubigen zur häufigen Schriftlesung aufruft () und vor einem „falschen Irenismus“ warnt (). In den zwanzig Aussagen dieser Rezension kommt die katholische Kirche aber nicht so vor, wie sie ist und lehrt. Viele treffen nicht einmal die Bibel, auf die er sich beruft.

Vier Dinge kehren dabei immer wieder. Erstens stützt sich Ebertshäuser auf Polemik statt auf Quellen: auf Hislop, dessen Thesen selbst evangelikale Autoren aufgegeben haben, und auf das Urteil der Reformationszeit. Den Katechismus oder ein Konzilsdekret zitiert er in den besprochenen Beiträgen kein einziges Mal. Zweitens erklärt er Biblisches für heidnisch: Weihrauch, Wasser, das „Geheimnis“ des Glaubens, die Taufe zur Vergebung der Sünden und die Gegenwart Christi im Abendmahl. Damit trifft er nicht nur die katholische Kirche, sondern die Apostel, die frühe Kirche und auch Luther. Drittens macht er aus wirklichen Verfehlungen das „Wesen“ der Kirche, verschweigt aber, wie die Kirche selbst über sie urteilt und dass es dieselben Verfehlungen auch in den Kirchen der Reformation gab. Viertens widersprechen seine eigenen Zugeständnisse seinen Thesen: Es habe „zu jeder Zeit“ wahre Gläubige auch in der katholischen Kirche gegeben; Hus habe eine Bibel bearbeitet, „die schon vor ihm übersetzt wurde“; wie die erwartete Welteinheitsreligion aussehe, „können wir von der Bibel her nicht sagen“.

Es gibt echte Unterschiede, und die sollen nicht kleingeredet werden: das Papstamt, die Mariendogmen, die Zahl und das Verständnis der Sakramente, der Opfercharakter der Messe, das Fegefeuer und der Ablass, das Verhältnis von Schrift und Überlieferung. Über sie kann und soll man ehrlich streiten. Wer das tut, sollte den anderen aber so darstellen, wie er sich selbst versteht. Die Schrift gibt dafür den Maßstab: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmütigkeit und Furcht“ (), und: „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ (). Wer Ebertshäusers Beiträge liest, kann jede weitere Aussage selbst nachschlagen: im Katechismus, der frei zugänglich ist, und in der Bibel.

Empfehlungen

Zum Weiterlesen

Bücher und Texte für alle, die die Fragen dieser Rezension vertiefen möchten. Die Bezugsquellen sind einfache Links ohne Provision.

  • Katechismus der Katholischen Kirche

    Libreria Editrice Vaticana · als Buch in mehreren Verlagen, etwa als Taschenbuch bei St. Benno, Leipzig 2020 (ISBN 978-3-7462-5800-3), und kostenlos im Internet · Kurzfassung: Kompendium (2005)

    Die maßgebliche Darstellung der katholischen Lehre, auf die sich diese Rezension stützt. Wer wissen will, was die Kirche über Rechtfertigung, Messe, Sakramente, Heilige oder Ökumene tatsächlich lehrt, findet es hier, mit Bibelstellen und Quellen.

  • Zweites Vatikanisches Konzil

    Unitatis redintegratio und Dei Verbum

    Dekret über den Ökumenismus (1964) und Dogmatische Konstitution über die göttliche Offenbarung (1965) · deutscher Text kostenlos auf vatican.va

    Die beiden Konzilstexte, die Ebertshäusers Thesen zur Ökumene und zur Bibel am direktesten beantworten: was katholische Ökumene will und was nicht, und wie die Kirche Schrift, Überlieferung und Lehramt versteht. Beide sind kurz und gut lesbar.

  • Arnold Angenendt

    Toleranz und Gewalt

    Das Christentum zwischen Bibel und Schwert · Aschendorff, Münster 2007, mehrere Auflagen · ISBN 978-3-402-00215-5

    Der Münsteraner Kirchenhistoriker prüft die großen Vorwürfe gegen die Geschichte des Christentums, von Kreuzzügen und Inquisition bis zu Hexenverfolgung und Mission, an den Quellen und am Stand der Forschung. Er beschönigt nichts, zeigt aber, wo das gängige Bild nicht stimmt. Eine solide Grundlage für die Fragen des Teils Kirchengeschichte.

  • Internationale Theologische Kommission

    Erinnern und Versöhnen

    Die Kirche und die Verfehlungen in ihrer Vergangenheit · 2000 · deutsch hg. von Gerhard Ludwig Müller, ISBN 3-89411-359-6 · englischer Text auf vatican.va

    Das Dokument, mit dem die Kirche die Vergebungsbitte Johannes Pauls II. vom 12. März 2000 vorbereitet hat. Es fragt, wie sich die Kirche zu den Sünden ihrer Glieder in der Geschichte stellen soll, etwa zur Gewalt im Dienst der Wahrheit und zu den Spaltungen der Christen.

  • Ralph Woodrow

    The Babylon Connection?

    Ralph Woodrow Evangelistic Association, Riverside (Kalifornien) 1997 · englisch · ISBN 978-0-916938-17-8

    Ein evangelikaler Prediger widerlegt Alexander Hislops „The Two Babylons“, auf das sich Ebertshäuser beruft, und damit auch sein eigenes früheres Buch, in dem er Hislops Thesen verbreitet hatte. Ein seltenes Beispiel intellektueller Redlichkeit, gerade für Leser aus dem evangelikalen Raum.

  • Scott Hahn

    Das Mahl des Lammes

    Die Messe als Himmel auf Erden · Be&Be-Verlag, Heiligenkreuz 2021, Neuauflage 2025 · ISBN 978-3-903602-27-4 · mit einem Vorwort von Bischof Stefan Oster

    Der frühere presbyterianische Pastor Scott Hahn liest die Offenbarung des Johannes als Buch über den himmlischen Gottesdienst und erklärt von dort aus die Messe. Eine gute Ergänzung zu den Abschnitten über Offenbarung 17 und das Messopfer.

  • Bibliothek der Kirchenväter

    klassische Übersetzungen des Kösel-Verlags, gemeinfrei · online bei der Universität Freiburg (Schweiz)

    Die frühen christlichen Schriften in deutscher Übersetzung, frei zugänglich: Ignatius, Justin, Irenäus, Tertullian, Laktanz, Johannes Chrysostomus und viele andere. Wer wissen will, wie die Kirche des 2. bis 5. Jahrhunderts wirklich glaubte, liest am besten sie selbst.