Der Ort
Über dem Grab des Apostels
Die Inschrift „Tu es Petrus“ steht nicht zufällig in dieser Kuppel. Senkrecht unter ihr liegen der Papstaltar, die Confessio – und das Grab, das seit dem 2. Jahrhundert als Grab des Petrus verehrt wird.
um 64/67
Das Grab
Nach der Überlieferung stirbt Petrus unter Kaiser Nero in Rom als Märtyrer. Begraben wird er in einem Gräberfeld am Vatikanischen Hügel.
um 160
Das Siegeszeichen
Über dem Grab entsteht ein kleines Grabmal. Um 200 schreibt der römische Presbyter Gaius: „Ich kann dir die Siegeszeichen der Apostel zeigen. Wenn du zum Vatikan gehen willst …“ (bei Eusebius, Kirchengeschichte II,25,7).
um 320
Die erste Basilika
Kaiser Konstantin lässt eine Basilika bauen – genau über diesem Grab, obwohl dafür der Hang abgetragen und ein Friedhof zugeschüttet werden muss.
1590
Die Kuppel
Nach Michelangelos Entwurf wölben Giacomo della Porta und Domenico Fontana die Kuppel in 22 Monaten. Im Ring der Laterne steht: S. PETRI GLORIAE – zur Ehre des heiligen Petrus.
1605/06
Die Inschrift
Mosaizisten setzen das Wort aus Mt 16 in den Fries am Fuß der Kuppel: blaue Steinchen auf Goldgrund, Buchstaben von 1,41 m Höhe.
1939–1949
Die Ausgrabung
Unter dem Petersdom werden das Gräberfeld und das Grabmal des 2. Jahrhunderts freigelegt. Pius XII. erklärt 1950: Das Grab des Apostels ist gefunden.
Foto: Dino Quinzani, CC BY-SA 2.0 · Berninis Baldachin über dem Papstaltar, darüber die Kuppel
1,41 m
hoch ist jeder Buchstabe der Inschrift
117 m
vom Boden bis ins Gewölbe der Laterne
3.000 m²
Goldgrundmosaik in der Kuppel, etwa
16
Fenster im Tambour unter der Kuppel
Ganz oben
Zur Ehre des heiligen Petrus
S. PETRI GLORIAE SIXTVS PP. V. A. MDXC PONTIF. V.
„Zur Ehre des heiligen Petrus, Papst Sixtus V., im Jahr 1590, dem fünften seines Pontifikats“: So steht es im Ring um das Auge der Kuppel. Darüber, im Gewölbe der Laterne, ist Gott Vater dargestellt. Von unten nach oben gelesen führt die Kuppel vom Grab des Fischers aus Galiläa zu dem, der ihn berufen hat.
Foto: Fischer1961, CC BY-SA 4.0
Ein Maßstab
„ET TIBI DABO CLAVES …“ – auf der Galerie über dem Fries stehen Besucher. Sie reichen kaum über die Höhe eines Buchstabens hinaus. Foto: F. Bucher (Fb78), CC BY 2.5